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Treffen im Hanns-Eisler-Klub

Veröffentlicht am von in Kategorie Freifunk.

Der Freifunk Potsdam e.V. kommen nach Waldstadt 2 in den Hanns-Eisler-Klub (Breitband e.V.), Dienstag den 4.7.17 um 18Uhr.
Wir laden Nachbarn und Freifunkinteressierte ein mit uns in Kontakt zu treten, Freifunk kennen zu lernen und evtl selbst frei zu …

geolocator (Software defined GPS) erste Evaluation

Veröffentlicht am von in Kategorie Freifunk.

Hallo zusammen, Nun folgt die erste Phase meiner Evaluation für das Google Summer of Code Projekt. Eine Einführung in das Projekt: „geolocator (Software defined GPS)“ gab es bereits letzten Monat. Diese könnt ihr hier finden [0]. In dem zuvor erwähnten Blogbeitrag habe ich über 3 Unterprojekte berichtet, diese sind: Web Backend gps-share LEDE Paket In diesen Blogbeitrag möchte ich euch zeigen was in den jeweils einzelnen oben genannten Unterprojekten geschehen ist. Anfangen werde ich mit dem Web Backend. Web Backend Diese Projekt soll zukünftig das alte Web Backend des openwifi.su  Projekts ersetzen. Das openwifi.su Projekt ermöglicht uns, dass Freifunk Router durch umliegende WLAN-Netze ihre GPS-Position beziehen können. Das alte Web Backend besteht aus vielen verschiedenen Teilprogrammen welche in unterschiedlichen Sprachen wie z.B. Java & Ruby geschrieben wurde. Hinzu kommt, dass diese Teilprogramme über die Jahre gewachsen sind. Als erste habe ich mir den Ruby Part vorgenommen welcher für das Erhalten einer GPS-Position anhand umliegender BSSIDs zuständig ist. Die umliegenden BSSIDs werden über eine URL als String übergeben, der Ruby Code liest die URL als String. Somit können Benutzer des Dienstes einfach folgenden Befehl ausführen:  wget -O – http://openwifi.su/api/v1/bssids/64700274945A,0018E7DC21BB,30FC681F37A6,F81A673626E8,EC086BA8ED18,8416F9A8E2FA,E894F6A230E4,98DED020D00A,EC086B3349B2,F81A677F5CD8,A0F3C1654BA6 2&>1 und erhalten die GPS-Position in form von Latitude und Longitude. Dazu entfernt das Programm einfach alle Zeichen bis zum letzten Schrägstrich und unterteilt die durch Komma getrennten BSSIDs in ein Array. Die einzelnen Einträge im Array werden dann ohne weitere Prüfungen in einen SQL Befehl integriert, welcher die jeweiligen GPS-Positionen zu jeder einzeln BSSID zurück liefert. Der Ruby Code ist nicht ohne Nachfrage öffentlich einsehbar. Der Grund dafür ist, dass die Entwickler das Risiko von Hackangriffen verringern wollen. Ich habe damit begonnen den alten Ruby Code in golang zu portieren. Zudem habe ich zusätzliche Prüfungen eingebaut welche nur durch Komma getrennte 12 stellige Hexadezimal Werte erlaubt. Aktuell arbeite ich an der Kommunikation mit der Datenbank. Das heißt in den nächsten Tagen ist die Portierung des Ruby Codes abgeschlossen und die Abwärtskompatibilität in Bereich Positionbestimmung ist abgeschlossen. Den aktuellen Code kann man hier finden [1]. gps-share gps-share ist eine Software welche die GPS-Informationen von GPS-Hardware im lokalen Netzwerk bereitstellt. Geschrieben wurde es in Rust [2]. Es unterstützt eine Menge an GPS-Hardware und verteilt die GPS-Informationen über ein Netzwerk-NEMA format. Zeeshan Ali ist der Maintainer des Projekts geoclue und hat vor kurzem die erste Version von gps-share freigegeben [3]. Zeeshan und ich hatten auf der Mozilla Location Service Mailing-list über das Projekt diskutiert [4].  Wie ich es im letzten Blogbeitrag bereits geschrieben habe ist gps-share ein alternatives Projekt zur ursprünglichen Idee. Dieses Projekt ermöglicht es geoclue direkt mit GPS-Hardware zu arbeiten. Geoclue selbst kann bereits via Mozilla Location Service (MLS) anhand umliegender WLAN-Netze eine GPS-Position bereitstellen. Somit bildet geoclue in Kombination mit gps-share gleichzeitig auch eine einheitliche Schnittstelle zum Bezug einer GPS-Position via dbus, über GPS-Hardware, Umliegenden WLANs oder anderen Wegen wie z.B. geoip. LEDE Paket Das letzte Unterprojekt ist ein neues Paket für LEDE (Linux Embedded Development Environment), welches die GPS-Position der Router anhand umliegender WLAN-Netzen zur Verfügung stellen soll. Dieses soll weiterlesen…

Offener Brief an regionale Provider bzgl. Vorratsdatenspeicherung

Veröffentlicht am von in Kategorie Freifunk.

Inspiriert durch einen Blogartikel von Jens Kubieziel haben wir Ende letzter Woche ebenfalls eine Anfrage an regionale Provider gestellt. Folgender Text ging postialisch an die EWE TEL, AWE, Osnatel sowie die KDO. Offener Brief: Ihr Vorgehen bzgl. der Vorratsdatenspeicherung Sehr geehrte Damen und Herren, das Oberverwaltungsgericht des Landes Nordrhein-Westfalen (OVG) hat mit Beschluss 13 B 238/17 vom 22. Juni 2017 entschieden, dass die zum 1. Juli 2017 umzusetzende Vorratsdatenspeicherung (VDS) gegen europäisches Recht verstößt. Damit wurde die Klägerin von der Speicherpflicht entbunden. Ich möchte Sie hiermit bitten, sich ebenso für die Grundrechte Ihrer Kundinnen und Kunden einzusetzen und eine ähnliche Entscheidung für Ihr Unternehmen zu erwirken. Das Gesetz zur Einführung einer Speicherpflicht und einer Höchstspeicherfrist für Verkehrsdaten (VerkDSpG) verpflichtet Internetserviceprovider (ISP) spätestens ab dem 1. Juli 2017 anlasslos eine Reihe von Verkehrsdaten zu speichern. Diesem Gesetz geht die Richtlinie 2006/24/EG über die Vorratsspeicherung von Daten und die deutsche Umsetzung im Gesetz zur Neuregelung der Telekommunikationsüberwachung und anderer verdeckter Ermittlungsmaßnahmen sowie zur Umsetzung der Richtlinie 2006/24/EG zuvor. Das Bundesverfassungsgericht erklärte diese Regelungen in dem Urteil 1 BvR 256/08 vom 2. März 2010 für verfassungswidrig und damit nichtig. Am 8. April 2014 hob dann der europäische Gerichtshof (C-293/12, C-594/12) die Richtlinie auf, da diese gegen verschiedene Rechte aus der europäischen Grundrechtscharta verstößt. Der deutsche Provider SpaceNet AG klagte nun gegen das im Dezember wieder eingeführte Gesetz und bekam am 22. Juni 2017 vor dem OVG NRW Recht. Das Gericht beschloss, dass die Vorratsdatenspeicherung gegen europäisches Recht verstößt. Die SpaceNet AG muss damit die VDS nicht umsetzen. Das Urteil betrifft allerdings nur einen Provider. Ohne eine ähnlich gelagerte Entscheidung müssen andere ISP die VDS umsetzen. Daher möchte ich Sie bitten, sich für die Grundrechte Ihrer Kundinnen und Kunden einzusetzen und ein ähnlich gelagertes Urteil zu erwirken. Ich bitte Sie, mir mitzuteilen, ob Sie für Ihr Unternehmen derartige Schritte planen oder ob Sie ggf. anderweitig gegen die VDS vorgehen wollen. Ich danke Ihnen vorab für Ihre Bemühungen und verbleibe mit freundlichen Grüßen Ulf Weikert (Verantwortlicher Öffentlichkeitsarbeit) PS: Die Situation hat sich in den letzten Tagen einigermaßen entspannt. Wie es scheint will die Bundesnetzagentur „[…]bis zum rechtskräftigen Abschluss eines Hauptsacheverfahrens die Vorratsdatenspeicherung nicht durchsetzen.[…]„. Wir halten es trotzdem für sinnvoll ein generelles Meinungsbild der Provider einzuholen. Sobald wir hierzu eine Stellungnahme eingetroffen ist, werden wir sie an dieser Stelle veröffentlichen.